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NEWS
Eine griechische Tragödie
Finanzkrise 2010
| 17.02.2010, 17:33 Uhr |
Von Ioannis Gekas |
gelesen: 687 |
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Griechenland - Die griechische Tragödie füllt seit dem Herbst die Schlagzeilen.Das hohe Staatsdefizit, die hohe Verschuldung, die steigende Arbeitslosigkeit und die drohende Zahlungsunfähigkeit des Staates ließen die Bonitätswerte des Landes bei den internationalen Ratingagenturen abwärtsrauschen. Die Probleme werden ohne einen tief greifenden Mentalitätswandel nicht zu bewerkstelligen sein. Die Griechen sind auf diese Herausforderung weder gedanklich noch praktisch vorbereitet. In der Gewissheit, es werde irgendwie schon weitergehen, hat das Land selbst in den fetten Jahren wenig getan, um sein Staatswesen auf das Niveau europäischer Standards zu heben. Nun ist Griechenland dabei, Resteuropa um Beistand zu bitten und das Image,die Zuverlässigkeit und die Würde des Landes sind stark beschädigt. Die griechischen Regierungen, egal welcher politischen Färbung, haben über Jahrzehnte Schulden gemacht, als hätten sie irgendwann eine ganz fette Erbschaft zu erwarten als ob es kein morgen gäbe. Sämtliche Aufforderungen, das Sozialsystem zu modernisieren, wurden ignoriert. Griechenland hat unter den Euro-Ländern die schwächste Wirtschaftsstruktur. Die vielen Milliarden Euro an Strukturhilfen, die nach dem EU-Beitritt 1981 flossen, haben wenig zur Modernisierung des Wirtschaftswesens beigetragen. Wenn Griechenland heute am Abgrund steht, dann ist es die Folge eigener Versäumnisse und auch die Schuld derjenigen, die ihnen das jahrzehntelang durchgehen ließen. Es wird seit vielen Jahrzehnten von den gleichen Familien dominiert. Und heute wird die Regierung mit den chronischen Problemen und Übel der letzten 35 Jahre konfrontiert. Irgendwan kommt halt immer die Rechnung und muß bezahlt werden. Premierminister Papandreou erklärte eindeutig, dass Teile der nationalen Souveränität und Unabhängigkeit des Landes abgetreten wurden. Was das genau in Bezug auf die Namensproblematik mit Skopje und den Zypernkonflikt bedeutet bleibt abzuwarten. Ebenfalls ist fraglich wie weitreichend diese ausländische Bevormundung ist. Griechenland hat seit der Euro-Einführung enorm an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Das System funktionierte nur solange, wie die Wirtschaft wuchs und Geld an den Finanzmärkten billig zu haben war. Mit der Finanzkrise ist das vorbei. In Vor-Euro-Zeiten hätten die Krisenländer ihre Währung abgewertet und die Schulden schlimmstenfalls über Inflation verringert. Gleichzeitig wären Einfuhren teurer und Exporte billiger geworden, das hätte die Wirtschaft stimulieren können. Nun müssen sie die Mittel erwirtschaften. Fragt sich nur womit? Man müßte die öffentlichen Ausgaben stark reduzieren, das Haushaltsdefizit verringern, die Steuerhinterziehung bekämpfen, den Schwarzmarkt im Griff bekommen, die Krankenkassen konsolidieren, jegliche Verschwendung rapide einstellen, viele Privilegien der Beamten reduzieren und den Missmanagement bestrafen. Das wären nur einige Maßnahmen die mutig getroffen werden müßen. Griechenland leidet unter einem großen Problem der Korruption. Die Steuermoral ist nicht über alle Zweifel erhaben.Viele Griechen weisen auf das mangelnde Vertrauen in staatliche Institutionen als Ursache der Anarchie und des Chaos hin. Die griechische Gesellschaft ist denkbar schlecht vorbereitet für eine innere Wende. Korruption und Steuerhinterziehung gehören zu Griechenland wie die Akropolis. Der Grieche liebt zwar seine Nation, betrachte aber den Staatsapparat als Macht, die man ausplündern müsse. Die beliebte griechische Redewendung "den peirazei" steht für eine Haltung die in Griechenland weitverbreitet ist. Mag sie in Alltagssituationen manchmal angebracht sein, so hat sie doch in Wirtschaft und Politik gravierende Folgen. Denn die Lässigkeit, richtet sich letztlich gegen die Schwächsten in der Gesellschaft und gegen das Wohl des Volkes insgesammt. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt weit jenseits der 20%. Die zwischen 18 und 30-Jährigen werden die "Generation der 700-Euro-Jobber" genannt, wobei viele, die dieser Altersgruppe angehören, froh wären, wenigstens so viel zu verdienen. Für die nachwachsende Generationen gibt es eine deprimierende Arbeitsmarktperspektive. Dass im schlimmsten Fall Hilfe von außen kommen wird, mag dann auch ein wenig erklären, warum ein großer Teil der Griechen, bei allen Protesten, den Rummel um den finanziellen Kollaps noch verhältnismäßig gelassen nimmt. Denn sie wissen auch wenn nichts geht, so geht es halt doch immer irgendwie weiter. Die griechische Tragödie füllt seit dem Herbst die Schlagzeilen.Das hohe Staatsdefizit, die hohe Verschuldung, die steigende Arbeitslosigkeit und die drohende Zahlungsunfähigkeit des Staates ließen die Bonitätswerte des Landes bei den internationalen Ratingagenturen abwärtsrauschen. Die Probleme werden ohne einen tief greifenden Mentalitätswandel nicht zu bewerkstelligen sein. Die Griechen sind auf diese Herausforderung weder gedanklich noch praktisch vorbereitet. In der Gewissheit, es werde irgendwie schon weitergehen, hat das Land selbst in den fetten Jahren wenig getan, um sein Staatswesen auf das Niveau europäischer Standards zu heben. Nun ist Griechenland dabei, Resteuropa um Beistand zu bitten und das Image,die Zuverlässigkeit und die Würde des Landes sind stark beschädigt. Die griechischen Regierungen, egal welcher politischen Färbung, haben über Jahrzehnte Schulden gemacht, als hätten sie irgendwann eine ganz fette Erbschaft zu erwarten als ob es kein morgen gäbe. Sämtliche Aufforderungen, das Sozialsystem zu modernisieren, wurden ignoriert. Griechenland hat unter den Euro-Ländern die schwächste Wirtschaftsstruktur. Die vielen Milliarden Euro an Strukturhilfen, die nach dem EU-Beitritt 1981 flossen, haben wenig zur Modernisierung des Wirtschaftswesens beigetragen. Wenn Griechenland heute am Abgrund steht, dann ist es die Folge eigener Versäumnisse und auch die Schuld derjenigen, die ihnen das jahrzehntelang durchgehen ließen. Es wird seit vielen Jahrzehnten von den gleichen Familien dominiert. Und heute wird die Regierung mit den chronischen Problemen und Übel der letzten 35 Jahre konfrontiert. Irgendwan kommt halt immer die Rechnung und muß bezahlt werden. Premierminister Papandreou erklärte eindeutig, dass Teile der nationalen Souveränität und Unabhängigkeit des Landes abgetreten wurden. Was das genau in Bezug auf die Namensproblematik mit Skopje und den Zypernkonflikt bedeutet bleibt abzuwarten. Ebenfalls ist fraglich wie weitreichend diese ausländische Bevormundung ist. Griechenland hat seit der Euro-Einführung enorm an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Das System funktionierte nur solange, wie die Wirtschaft wuchs und Geld an den Finanzmärkten billig zu haben war. Mit der Finanzkrise ist das vorbei. In Vor-Euro-Zeiten hätten die Krisenländer ihre Währung abgewertet und die Schulden schlimmstenfalls über Inflation verringert. Gleichzeitig wären Einfuhren teurer und Exporte billiger geworden, das hätte die Wirtschaft stimulieren können. Nun müssen sie die Mittel erwirtschaften. Fragt sich nur womit? Man müßte die öffentlichen Ausgaben stark reduzieren, das Haushaltsdefizit verringern, die Steuerhinterziehung bekämpfen, den Schwarzmarkt im Griff bekommen, die Krankenkassen konsolidieren, jegliche Verschwendung rapide einstellen, viele Privilegien der Beamten reduzieren und den Missmanagement bestrafen. Das wären nur einige Maßnahmen die mutig getroffen werden müßen. Griechenland leidet unter einem großen Problem der Korruption. Die Steuermoral ist nicht über alle Zweifel erhaben.Viele Griechen weisen auf das mangelnde Vertrauen in staatliche Institutionen als Ursache der Anarchie und des Chaos hin. Die griechische Gesellschaft ist denkbar schlecht vorbereitet für eine innere Wende. Korruption und Steuerhinterziehung gehören zu Griechenland wie die Akropolis. Der Grieche liebt zwar seine Nation, betrachte aber den Staatsapparat als Macht, die man ausplündern müsse. Die beliebte griechische Redewendung "den peirazei" steht für eine Haltung die in Griechenland weitverbreitet ist. Mag sie in Alltagssituationen manchmal angebracht sein, so hat sie doch in Wirtschaft und Politik gravierende Folgen. Denn die Lässigkeit, richtet sich letztlich gegen die Schwächsten in der Gesellschaft und gegen das Wohl des Volkes insgesammt. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt weit jenseits der 20%. Die zwischen 18 und 30-Jährigen werden die "Generation der 700-Euro-Jobber" genannt, wobei viele, die dieser Altersgruppe angehören, froh wären, wenigstens so viel zu verdienen. Für die nachwachsende Generationen gibt es eine deprimierende Arbeitsmarktperspektive. Dass im schlimmsten Fall Hilfe von außen kommen wird, mag dann auch ein wenig erklären, warum ein großer Teil der Griechen, bei allen Protesten, den Rummel um den finanziellen Kollaps noch verhältnismäßig gelassen nimmt. Denn sie wissen auch wenn nichts geht, so geht es halt doch immer irgendwie weiter.
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